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in einem Ortsverein des DRK-Kreisverbands Weserbergland e.V.

Pflegemitarbeiter machen auf Personalnot aufmerksam

„Befristete Arbeitsverträge, unfreiwillige Teilzeit, Einspringen außerhalb des Dienstplans, und obendrein noch eine schlechte Bezahlung mit der Folge von Altersarmut“

 – das sei laut Sylvia Bühler, zuständig für Gesundheit und Soziales im  Bundesvorstand der Arbeitnehmerorganisation ver.di, für einen Großteil der Pflegekräfte in Deutschland die Realität. Und so nutzten auch Mitarbeiter des DRK-Kreisverbands Weserbergland e.V. aus dem Bereich Pflege am Buß- und Bettag den bundesweiten ver.di-Aufruf, um mit einer Menschenkette auf die Miss-stände aufmerksam zu machen und ihre Forderungen an die Bundesregierung auszudrücken.

Ausgestattet mit Handzetteln trafen sich die Kollegen aus der ambulanten, der teilstationären und stationären Pflege vor dem DRK-Seniorenstift in Aerzen. Sie machten deutlich, dass Beschäftigte in der Pflege zu wenig Wertschätzung er-fahren und die Altenpflegeeinrichtungen personell vollkommen unterausgestattet seien. „Wir brauchen dringend bessere Rahmenbedinungen für diese Aufgabe,  der bürokratische Aufwand ist enorm“, sagt Ralf Heckmann, DRK-Bereichsleiter  Pflege, und ergänzt „Auch die Anerkennung für diese gesellschaftliche Aufgabe muss deutlich besser werden. Die Belastungsgrenze ist einfach erreicht und häufig auch schon überschritten.“ Und das gelte nicht nur für die aktuelle Situation, so Heckmann weiter. Schon jetzt gäbe es in der Pflege viel zu wenige Menschen, die sich um die Alten und Kranken kümmern können. Dieses Problem werde sich in den nächsten Jahrzehnten aufgrund des demographischen Wandels noch deutlich zuspitzen. Es gelte, den Beruf attraktiver zu machen, damit auch junge Leute sich dafür entscheiden.

Nun ruhen alle Hoffnungen auf dem Bundestag, der ein Instrument zur Personal-bemessung in der Altenpflege auf den Weg bringen will.

23. November 2017 08:01 Uhr. Alter: 60 Tage