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in einem Ortsverein des DRK-Kreisverbands Weserbergland e.V.

In den DRK-Kitas spielend lernen: Mitarbeiter nehmen an neuem Projektseminar teil

"Das kann ich schon alleine!" - diese Aussage kennen viele Eltern und Mitarbeiter in Kinderbetreuungseinrichtungen. Kinder, die diese Aussage treffen, sollten unbedingt in ihrem Vorhaben unterstützt werden, damit sie zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen heranwachsen können.

Erzieherin Kathrin Kuhn hat aus einem Koppelholz eine Sitzgelegenheit geschaffen.

So wird die Fein- und Handmotorik verbessert: Erzieherinnen Sonja Schneider und Janina Sypniewski haben viel Spaß.

Um Kindern durch Bewegung, Turnen, Bauen und Ausprobieren Lebenskompetenz im Alltag vermitteln zu können, nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 15 DRK-Kindertagesstätten zurzeit an einem Projekt in Kooperation mit der DAK Gesundheit und der Hengstenberg-Pikler-Gesellschaft e.V. teil. Auf Basis des pädagogischen Ansatzes des Pikler-Hengstenberg-Konzeptes vermittelt Kursleiterin Eva Weber-Lück in einem Einstiegsseminar die Hintergründe: Kinder können durch Anregung der Eigenaktivität und der selbstbestimmten Bewegungsentwicklung auf dem Weg zu einer optimalen Persönlichkeitsentfaltung unterstützt werden. Das Konzept beruht auf der Erkenntnis der Zusammenhänge zwischen Bewegungskompetenz und Bildungsprozessen. Kinder, die sensomotorisch gut ausgebildet sind, können auch komplexe kognitive Zusammenhänge leichter erfassen.

Das klinge erstmal kompliziert. Die Mitarbeiterinnen der DRK-Kindertagesstätten lernen in praktischen und theoretischen Einheiten, wie sie mit Hilfe von entsprechenden Geräten, Materialien, genügend Zeit und Raum die Kinder unterstützen und begleiten können. Sie erlernen den Umgang mit den eigens entwickelten Spiel- und Bewegungsmaterialien von Pikler-Hengstenberg. Die naturbelassenen Massivholzelemente wie Kipphölzer, Vierkanthölzer, Bau- und Balancierbrettchen, Kippelscheiben, Hühnerleitern, Hocker, Balacierstangen oder Leitern regen zum Forschen und Probieren an. Im Vordergrund steht das Entdecken eigener Spiel- und Handlungsräume - und nicht das Erlernen bestimmter Bewegungsabläufe oder vorgegebener Übungen. 

Unterstützt wurde das Seminar von der DAK Gesundheitskasse Hameln. Bezirksleiter Jörg Schwantje war dabei, um den DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Projekt vorzustellen und zu begleiten. Nach dem Seminar haben alle teilnehmenden Kindertagesstätten für zehn Monate die Gelegenheit die Materialien im eigenen Haus zu nutzen und Erfahrungen damit zu sammeln. Anschließend steht es ihnen frei, sich für die Weiternutzung der Materialien und des Konzeptes zu entscheiden. "Das ist eine großartige Möglichkeit die pädagogische Arbeit in unseren Kitas weiter zu entwickeln. Der Ansatz der Hengstenberg-Pikler-Gesellschaft passt hervorragend in unser Konzept. Hier erhalten Fachkräfte Anregungen, um die Bewegungserziehung in der Praxis weiter auszubauen", freut sich Lieselotte Sievert, Fachberaterin des Bereichs DRK-Kindertagesstätten. 

20. November 2017 08:47 Uhr. Alter: 23 Tage