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Testfahrzeuge im Rettungsdienst

Was ist denn da los? Kann das Rote Kreuz sich nicht entscheiden, wie seine Rettungswagen aussehen sollen?

Die Antwort ist ganz einfach: Der DRK-Kreisverband Weserbergland hat für seinen Rettungsdienst zwei neue Mercedes Sprinter von zwei unterschiedlichen Lieferanten angeschafft, die ein Jahr auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden. Ziel ist es, das optimale „Gesamtpaket" zu finden, das im Anschluss daran bei Neuanschaffungen zum Tragen kommt.

Zweierlei Aspekte werden in diesem Testjahr berücksichtigt: Zum einen geht es darum herauszufinden, mit welchem Aussehen die RTW im Straßenverkehr bestmöglich auffallen, um sich im Notfall schnellstmöglich einen Weg von A nach B zu bahnen und die eigene Unfallgefahr zu minimieren. Daher haben die beiden Testfahrzeuge zwei ganz unterschiedliche Designs, die jedoch beide mit hochreflektierender Folie umgesetzt sind, um möglichst schnell ins Auge fallen.

 Zum anderen bietet jedes der beiden Fahrzeuge eine besondere Ausstattung, die von den Mitarbeitern auf ihre Tauglichkeit im Alltag getestet wird. So findet sich in einem der beiden Fahrzeuge eine elektrohydraulische Trage im Wert von 25.000 Euro, die Patienten bis zu 300 kg tragen kann. Das andere Fahrzeug ist mit einem 10.000 Euro teuren Hydrolift ausgestattet . Beide Vorrichtungen dienen demselben Zweck: Der Mitarbeiter kann weitestgehend rückenschonend arbeiten, da der Patient nicht wie bisher ins Fahrzeug getragen werden muss. Weitere Besonderheiten in der Ausstattung sind ein Rückwarnsystem für nachfolgende Autos sowie Airlineschienen und Mulit-Gerätehalter, die einen sicheren Transport medizinischer Produkte (z.B.Heimbeatmungsgeräte) gewährleisten.

„In allererster Linie geht es darum unsere Mitarbeiter so weit es geht in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen", so Bereichsleiter Andreas Bußmann. „Wir möchten, dass ihr Arbeitsalltag so sicher und gesundheitsschonend wie möglich gestaltet ist. Es ist uns daher besonders wichtig, sie in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Aus diesem Grund rollieren die beiden Fahrzeuge in den sechs Rettungswachen des Kreisverbands, um möglichst viele subjektive Eindrücke zu erhalten."

2. Februar 2017 13:19 Uhr. Alter: 355 Tage