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in einem Ortsverein des DRK-Kreisverbands Weserbergland e.V.

Flüchtlingsprojekt durch Kleiderverkauf unterstützt

Viel wurde gespendet als die Flüchtlinge in der Hamelner Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne untergebracht waren. Der Bedarf war groß. Mittlerweile wurden die Flüchtlinge aus der Einrichtung im Landkreis untergebracht. Der Bedarf an Erstausstattungen aus der einrichtungsinternen Kleiderkammer, die mithilfe der Spenden entstehen konnte, ist nicht mehr vorhanden. Die Familieneinrichtung wird zum Ende des Jahres endgültig geschlossen und die Unterkunft muss leer übergeben werden. Doch was geschieht mit den gespendeten Materialien?

Gut sortiert und mit gespendeter Kleidung ausgestattet: die Kleiderkammer in der Linsingen-Kaserne

(isy) Diese Frage stellten sich die DRK-Einrichtungsleitungen, Wilfried Binder und Lieselotte Sievert. Die Lösung: Die Kleidung soll weiter einem guten Zweck dienen. So wurden zum Beispiel alle Kindergärten und -tagesstätten im Landkreis in Absprache desselbigen informiert. Diese konnten, so der Bedarf bestand, kostenlos Spielzeug aussuchen und für die Kinder der Kindergärten nutzen. Die im Landkreis untergebrachten ehemaligen Bewohner der Familieneinrichtung wurden unter anderem über das im Landkreis umherfahrende Info-Mobil des DRK in Kenntnis gesetzt. Kleidung konnte, zum kleinen Preis - angepasst an die DRK-Shop Preise - erworben werden. Auch weitere DRK-Einrichtungen und -Projekte können dieses Angebot zur weiteren Unterstützung von Flüchtlingen nutzen. Der Erlös aus dem Verkauf der Dinge und Kleidungsstücke fließt in weitere Projekte zur Betreuung der Geflüchteten, wie zum Beispiel in das Projekt Babytasche oder Integrationsprojekte des DRK-Kreisverbandes Weserbergland e.V. Am 7. November ist für alle DRK-Einrichtungen eine große Ausgabeaktion geplant. Die vielen Sachspenden sollen als Geldspende zweckgebunden weitergegeben werden können. 

"Sicherlich hätten wir die Kleider- und Sachvergabe öffentlich darstellen können. Doch wir als Wohlfahrtsorganisation haben als erstes Ziel, die Flüchtlinge weiter zu unterstützen. Wir wollen uns nicht bereichern. Weitere Aktionen auch extern sollen folgen", erklärt der organisatorische Leiter, Wilfried Binder. "Der in der Ankündigungsmail verwendete Begriff zu dieser Aktion "Personalverkauf" ist offenbar von einigen falsch verstanden worden. Damit wollten wir lediglich ausdrücken, dass wir die Dinge zu günstigen Konditionen abgeben. Denn viele DRK-Einrichtungen, Institutionen und Mitarbeiter betreuen auch zumeist ehrenamtlich geflüchtete Menschen."

27. Oktober 2016 20:22 Uhr. Alter: 1 Jahre