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in einem Ortsverein des DRK-Kreisverbands Weserbergland e.V.

Nach Kritik am Hygienezustand der Linsingen-Kaserne: Forensische Untersuchung kann bei keiner Probe humanen Ursprung feststellen

Über die Sozialen Netzwerke und später auch über diverse Medien hat sich die Kritik der im Rahmen des Obama-Besuches in der Linsingen-Kaserne untergebrachten Polizeikräfte an dem Hygienezustand der Linsingen-Kaserne verbreitet. Es wurden Formulierungen verbreitet, in denen von einer "Gammel- und Ekelunterkunft" gesprochen wurde. Es wurde behauptet, die Beamten sollten zwischen "Blut, Kot und Spermaflecken" in einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft schlafen.

Ein Zimmer in der Linsingen-Kaserne.

Einige Polizeibeamte übernachteten in der Unterkunft.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont und der DRK-Kreisverband Weserbergland e.V. haben Reinigungsmängel eingeräumt, sich dafür entschuldigt und Abhilfe geschaffen. Gleichzeitig wurde die massiv verzerrte öffentliche Darstellung der Polizeikräfte kritisiert.

Beiden Einrichtungen war nach diesen Vorwürfen sehr an einer Aufklärung gelegen. Aus diesem Grund wurde neben einer lebensmittelrechtlichen Untersuchung der Küche auch ein unabhängiges Labor mit der Untersuchung der auf den Bildern der Polizeikräfte gezeigten Flecken beauftragt. Im Ergebnis konnte bei keiner der Proben ein humaner Ursprung festgestellt werden. Das bedeutet, dass es sich bei den abgebildeten Flecken weder um Blut, Kot, Urin oder Erbrochenes handelt und es - wie ja auch bereits durch den Polizeiarzt festgestellt - zu keinem Zeitpunkt Grund für hygienische Bedenken gegeben hat. 

"Das Ergebnis der forensischen Untersuchung ändert nichts an der Tatsache, dass es in einigen wenigen Zimmern Reinigungsmängel gab, für die wir uns entschuldigt haben und sofortige Abhilfe geleistet haben. Einzelne haben jedoch Bilder in den sozialen Medien verbreitet und diese mit Bezeichnungen versehen, die nicht stimmten aber ein enormes Echo auszulösen vermochten. Dadurch wurden Mitarbeiter der Einrichtungen und des Landkreises, aber auch (ehemalige) Bewohner erheblichen Vorwürfen ausgesetzt - sowohl persönlich als auch in den sozialen Medien. Diese Art der Auseinandersetzung wollen wir nicht fortsetzen und Einzelne unsererseits in sozialen Medien angehen", sagte Landrat Bartels, "aber eine versöhnliche Entschuldigung halten wir für angemessen." "Wir wollten gute Gastgeber sein", erklärte auch der Leiter der Einrichtung, Wilfried Binder (DRK).

In der Linsingen-Kaserne arbeiten viele Menschen, die jeden Tag eine gute Arbeit leisten und sich engagieren. Die Einrichtung hat gerade durch das besondere Modell und das Engagement der Mitarbeitenden einen besonders hohen Standard. Berechtigte Kritik nehmen die Mitarbeiter gerne an. Was hier aber geschehen ist, hat die Beschäftigten verletzt und ihre Arbeit entwertet. Und das vollkommen unberechtigt. 

Am heutigen Tag hat der Landkreis Hameln-Pyrmont den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Vorsitzenden der Gewerkschaften über die Ergebnisse informiert und um eine öffentliche Reaktion gebeten. 

Den Polizeikräften aus dem ganzen Bundesgebiet zollen der Landkreis sowie das DRK Respekt für den gelungenen Einsatz. 

3. Mai 2016 18:45 Uhr. Alter: 2 Jahre