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Familieneinrichtung Linsingen-Kaserne veranstaltet Tag der offenen Tür

Ein jeder ist gekommen – so kann das gelungene Resümee des Tags der offenen Tür in der Linsingen-Kaserne lauten. Trotz tropischer Temperaturen mit anschließendem Regenguss fanden sich am letzten Freitag rund 700 Gäste auf dem Gelände der Familieneinrichtung ein.

Um 14 Uhr eröffneten der niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius, Landrat Tjark Bartels und die pädagogische Leiterin der Einrichtung Lieselotte Sievert die Veranstaltung. Der Tag war eine gute Gelegenheit, um aktuelle Projekte der haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingssozialarbeit vorzustellen und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.

An verschiedenen Ständen informierten die Mitarbeiter und teilnehmenden Kooperationspartner über Angebote in den Bereichen Bildung, Kultur, Gesundheit und Soziales. Dabei verbindet alle Projekte ein Gedanke: Es sollen gute Voraussetzungen für eine schnelle Integration geschaffen werden. 

„Ehemalige Bewohner der Linsingen-Kaserne sind nun im Landkreis untergebracht. Damit ist ein Integrationsprozess noch nicht beendet“, so Lieselotte Sievert, pädagogische Leiterin der Familieneinrichtung. Besonders an den Informationsständen mit Schwerpunkt Berufliche Integration und Begleitung und Beratung hat sich der akute Bedarf gezeigt, den die Schutzsuchenden bei der Bewältigung ihres Alltags und der Integration in die deutsche Kultur und Arbeitswelt haben. Für die künftigen Herausforderungen entwickeln die Mitarbeiter des DRK derzeit verschiedene Lösungsansätze und Angebote, die sie am Tag der offenen Tür präsentiert haben.

Mit Deutsch-Kursen werden die ersten Grundsteine gelegt, um Sprach- und Alltagsbarrieren gezielt abzubauen. Das Angebot ist eng verzahnt mit der Kinderbetreuung. Mütter und Väter lernen die deutsche Sprache während ihre Kinder von pädagogischem Fachpersonal der Linsingen-Kaserne betreut werden.

Das Café Kultur ist ein Ort für Begegnung und Erfahrungsaustausch. Eine daran gekoppelte Beratungsstelle, die Sprechstunde für Migranten, gibt erste Auskünfte, um das Ankommen im Landkreis zu erleichtern. Sie organisiert die Begleitung von Behördengängen zusammen mit Sprachmittlern. Des Weiteren ist die Sprechstunde eine Anlaufstelle für jeden, der von seinen Angehörigen durch Flucht und Vertreibung getrennt wurde. Die enge Vernetzung mit dem DRK Suchdienst hilft, Angehörige zu finden und Familien wieder zusammenzuführen.

Zum jetzigen Zeitpunkt fährt das Beratungsmobil des DRK zu den Tafelöffnungszeiten in die Kommunen, um auch nach der Phase der Erstaufnahme für die Flüchtlinge da zu sein. Ziel ist es, Informationen zum Thema Gesundheit zu geben und die vorhandenen Strukturen für eine gelingende Integration weiter auszubauen. Hierfür ist ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Kooperationspartnern und Ehrenamtlichen, die auch am Tag der offenen Tür mitgewirkt haben, entscheidend.

Ein großer Dank gilt daher unseren Kooperationspartnern und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die mit ihren Angeboten den Tag der offenen Tür bereichert haben. Brücken bauen, Gemeinsamkeiten entdecken, Vielfalt genießen – unter diesem Motto präsentierten sich:
AIBP – Arbeit und Integration Bad Pyrmont e.V., Bündnis 90/Die Grünen ¬- Kreisverband Hameln-Pyrmont, Volkshochschule Hameln-Pyrmont, DRK Suchdienst, Bahnhof-Apotheke Hameln, Frauenberatungsstelle Hameln, IMPULS – Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung Landkreis Hameln-Pyrmont mbH, Agentur für Arbeit Hameln, Landkreis Hameln-Pyrmont – Flüchtlingssozialarbeit, Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland GmbH - Frühförderung & Beratung Hameln-Pyrmont, Regenbogen – Kultur- und Bildungshaus für Jugendliche, Mütterzentrum Hameln e.V. sowie der TC Hameln.

5. Juli 2016 09:11 Uhr. Alter: 2 Jahre