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Landkreis und DRK nehmen gemeinsam Stellung

Nach den massiven Beschwerden von in der Linsingen-Kaserne untergebrachten Polizeikräften aus Nordrhein-Westfalen haben DRK und Landkreis noch am Sonntag eine gemeinsame Bewertung vorgenommen.

Unterbringung der Polizeikräfte in der Linsingen-Kaserne.

Insgesamt waren ca. 20 Zimmer von 400 Zimmern auf der ganzen Anlage von Verunreinigungen betroffen und ein Bettlaken von 1.000. 

Im Wesentlichen ist die Unterkunft - auch in Hinblick auf die Reinigung - in einem guten Zustand gewesen. Die Unterbringungsbereiche sind von der Polizei in Niedersachsen für gut befunden worden und auch der nach den Beschwerden hinzugezogenen Polizeiarzt aus Nordrhein-Westfalen konnte keine Hygienemängel bestätigen. 

"Für die nicht gereinigten Zimmer müssen wir uns entschuldigen. Aber die Kirche muss im Dorf bleiben. Auch die Polizeileitung Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen teilen die grob verzerrte und übertriebene Einstellung nicht", hebt Landrat Tjark Bartels hervor. 

Für das DRK übernimmt Vorstand Martin Skorupski die Verantwortung: "Das hätte uns nicht passieren dürfen, da muss man nicht drüber diskutieren."

Die Darstellung und die Wortwahl durch einige Polizeikräfte sei allerdings, so die übereinstimmende Ansicht, geeignet, ein vollkommen verzerrtes und falsches Bild zu erzeugen. Die Einrichtung biete keinen Hotelstandard, es bleibe eine gebrauchte Kaserne. Aber diese sei in einem guten Zustand, gut geführt und in keiner Weise mehr oder weniger verbraucht, als man es erwarten dürfe. 

"Am Ende waren die Mängel in unserem Verantwortungsbereich", erklärt auch Wilfried Binder, der die Einrichtung leitet. "Wer aber, um die eigene Position zu unterstreichen, massiv zu Lasten Dritter überreißt, handelt nicht verantwortlich. Das ist für unsere Mitarbeiter, die sich Mühe geben, gute Gastgeber zu sein, eine Ohrfeige und für die Bewohner/-innen der letzten Jahre auch."

Noch ist nicht entschieden, wie es mit der Einrichtung weiterginge. Diese Frage müsse der Landkreis mit dem Land verhandeln. Sicher sei aber, dass es erhebliche Änderungen geben werde. Es sei einfacher, wenn die erforderlichen Änderungen im Betrieb aus einer Hand erfolgen würden.

Im Gespräch sind sich beide Seiten darüber einig geworden, dass für die Neuaufstellung und die damit verbundenen Änderungen die operative Verantwortung für die Einrichtung auf den Landkreis übergehen soll. "In den nächsten Wochen wollen wir die Voraussetzung schaffen, eine Übergabe ist spätestens zum 01.07. geplant", erklärt Martin Skorupski. 

"Trotz der Versäumnisse an diesem Wochenende haben wir mit dem DRK einen guten Partner, dessen Leistung wir nicht nur in der Ehrenamtsphase sondern auch in der hauptamtlichen Zeit in hohem Maße achten. Wir werden nun gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Einrichtung für die nächsten Schritte gut aufgestellt ist", betont Bartels und kündigt eine entsprechende Befassung der politischen Gremien an. 

Der Landkreis weist darauf hin, dass der Wechsel keinen Einfluss auf die Arbeitsverträge hat. Arbeitsverträge haben Bestand - was nach dem 31.12.2016 passiert, zeigen die nächsten Wochen. 

25. April 2016 13:21 Uhr. Alter: 2 Jahre