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"Die Eisbären fangen an zu schwitzen" - Klimaschutz mit Kindern

Kaum ein Thema ist so aktuell wie das Thema Klimawandel und Umweltschutz. Eine der größten Herausforderungen unserer Zukunft und somit auch für unsere Kinder. Obwohl Kinder mit dem Thema fast täglich konfrontiert werden, nehmen sie - wie wir Erwachsenen leider auch - oft nicht wahr, dass wir durch unser tägliches Handeln zum Klimawandel bzw. -schutz beitragen können. Aus diesem Grund nimmt die DRK-Kindertagesstätte Emmerthal 1 in der Neuen Straße in Emmerthal an dem umweltpädagogischen Klimaschutzprojekt für Vorschulkinder der Klimaschutzagentur Weserbergland teil.

Windkraft ganz einfach erklärt.

Und auch die "Sonnenenergie" wird schnell und einfach gezeigt.

(isy) "Wir hatten großen Respekt vor der Komplexität des Themas", erklärt Ute Schramm, Leiterin der DRK-Kita Emmerthal 1. Doch diese Angst ist unbegründet. Denn oftmals handeln die Einrichtungen bereits klimafreundlich. Und Schramm bestätigt: "Wir trennen den Müll, vermeiden zum Beispiel durch unsere neue Frühstücksregelung vermehrte Müllansammlungen und wir achten auf den Stromverbrauch." Hinzu kommt, dass das Thema Klimaschutz viele Facetten bietet, die mit Spaß und Kreativität bearbeitet werden können. 

Kindertageseinrichtungen sind gefragt, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht. Denn gerade in der frühen Kindheit werden entscheidende Grundlagen für Werte, Einstellungen, Wissen und Grundansichten gelegt. Speziell die charakteristische Weltanschauung der Drei- bis Sechsjährigen mit ihrer eigenen Logik, die Realität und Fantasie verbindet sowie die Neugierde und der Forscherdrang machen die Kleinen zu einer der wichtigsten Zielgruppen. Viele dieser spannenden Ansichten und Erfahrungen bringen die Vorschulkinder der Einrichtung in Emmerthal bei der Durchführung des Projekts auch mit viel Inbrunst zum Ausdruck. Eingeteilt in drei Gruppen mit jeweils rund acht Kindern machen sie sich ans Werk. 

"Das Thema des aktuellen Projekts der Klimaschutzagentur lautet 'Energie erleben und verstehen'", erklärt Dorina Schacknat von der Klimaschutzagentur Weserbergland. Die Kinder erfahren spielerisch, wozu wir Strom benötigen. Anhand einer kleinen Dampfmaschine erarbeitet die Gruppe, wie Strom erzeugt wird und welche Auswirkungen die Erzeugung für die Umwelt hat. "In diesem Winter konnten wir keinen Schlitten fahren" oder "Dass es immer wärmer wird, ist doof für die Eisbären. Die schwitzen dann." - sind die Anmerkungen zur Frage, was denn bei der Erderwärmung passiert. An drei Erlebnisstationen zu Wind, Wasser und Sonne erkunden die Kinder schließlich die erneuerbaren Energien und lernen viel über die umweltfreundliche Stromerzeugung.

Dieses Wissen eröffnet den Kindern vielfältige Perspektiven und schult Kompetenzen, sodass oft komplizierte und unüberschaubare Themen wie der globale Klimaschutz handhabbar werden. Zudem erlangen die Kinder durch dieses Wissen Handlungskompetenzen, die sie dazu befähigen, selbst kleine Klimaschützer zu werden und klimaschützendes Verhalten anzuwenden.

"Es ist wichtig, Kinder so früh wie möglich für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren. Denn nur so können sie lernen, ihre Zukunft aktiv und verantwortungsbewusst mitzugestalten", fasst Ute Schramm die Teilnahme an dem Projekt zusammen. 

7. April 2016 12:49 Uhr. Alter: 2 Jahre